Miteinander geht's besser!
Bei zunehmendem Radverkehr wird es vielfach schon eng auf den Radwegen. Ein paar grundsätzliche Regeln, die auch sonst im Straßenverkehr gelten, können helfen, damit alle sicher ankommen.

Rechts fahren heißt nicht nur, sich auf dem Radweg rechts zu halten, es bedeutet in erster Linie, auf der rechten Straßenseite zu fahren. Zwei-Richtungs-Radwege gibt es nur dort, wo sie ausdrücklich beschildert sind. Sie sind nicht die Norm, sondern die Ausnahme. Ich kann nachvollziehbare Gründe dafür haben, auf der falschen Seite unterwegs zu sein. Aber dann verhalte ich mich entsprechend, weiche dem regulären Verkehr aus oder steige ab (Es ist auch nicht schlimm, mal ein paar Meter zu Fuß zu gehen).
Nur links überholen ist ein Grundsatz in unserer Straßenverkehrsordnung. Der sollte auch beim Radfahren gelten. Es gibt natürlich noch jede Menge Radwege, die so schmal sind, dass überholen gar nicht möglich ist. Deswegen weichen viele auf den Fußweg aus und überholen rechts. Nachvollziehbar, aber dann doch bitte langsam und mit Info. Wir können ja miteinander sprechen. Eine Vorwarnung mit Ansage „Ich überhole mal rechts“ ist doch netter und auch sicherer als einfach vorbeizufegen. Ansonsten gilt auch für uns: wenn ich nicht überholen kann, muss ich einfach dahinter bleiben!
Genug Abstand beim Überholen und gegenüber zu Fuß Gehenden, besonders mit Kindern oder mit Hunden. Je größer der Geschwindigkeitsunterschied, desto größer muss auch der Abstand sein.
Handzeichen, Handzeichen, Handzeichen. Rechtzeitig anzeigen, wo ich hin möchte, nach rechts oder nach links, oder die Hand heben zum Zeichen, dass ich anhalten werde. Das macht mich berechenbar für andere, die dementsprechend ausweichen können. Handzeichen übrigens immer und überall – das muss so in Fleisch und Blut übergehen, dass ich es automatisch mache, selbst wenn ich im Wald alleine bin.
Blickkontakt zu anderen hilft, sich abzustimmen. Hat er oder sie mich gesehen, kann ich noch schnell vorbei zur grünen Ampel oder was auch immer.
Aufmerksam und rücksichtsvoll kommen wir – hoffentlich – unbeschadet zu unserem Ziel.
Annette Teuber, ADFC Region Hannover
Dieser Artikel ist erschienen in der Hannorad 1/2026, Download nebenstehend.